Frühling, Sonne – Heuschnupfen

Endlich! Der Frühling ist da, die Vögel zwitschern, die Frühjahrsblumen stehen in voller Blüte und an den Bäumen sprießen grüne Blätter. Herrlich, oder ?

Aber was ist das? Eine immer größer werdende Gruppe von Menschen weigert sich plötzlich, freiwillig Haus oder Wohnung zu verlassen. Und wenn es doch unvermeidlich ist, sieht man sie mit roten, tränenden Augen und triefender Nase herumgehen. Aus allen Ecken schallt uns ein „Hatschi“ entgegen – sprich: Es ist wieder Heuschnupfenzeit.

Diese allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut, auch Rhinitis genannt, wird oft von weiteren Atemwegserkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Asthma begleitet.
Die Erkrankung beginnt meist schon im Kindesalter, kann sich aber auch erst später, bis hin ins Rentenalter, entwickeln. Die Dauer des Schnupfens hängt dabei von der Empfindlichkeit gegen den oder die allergieauslösenden Stoff(e) ab, sowie vom Zeitraum, in dem Kontakt zu diesem „Allergen“ besteht. Unser Heuschnupfen wird meist von Gräser- oder Blütenpollen wie Hasel, Birke, Spitzwegerich, Roggen etc. verursacht und die Saison kann sich laut Pollenkalender von Januar bis Ende September hinziehen. Die steigende Zahl der Patienten sowie die stärkere Intensität der Symptome wird auf die Zunahme der Hygiene und die gesteigerte Aggressivität der Allergene durch Schadstoffe in der Luft erklärt. Unser Immunsystem möchte den vermeintlichen Feind (=Pollen) bekämpfen und es entstehen die typischen Symptome wie Rötung (durch verbesserte Durchblutung, um den Abwehrzellen den Weg zu erleichtern), Juckreiz (um die Aufmerksamkeit auf die entsprechende Stelle zu bringen), Niesen und Schleimbildung (um Fremdstoffe aus dem Körper zu schaffen).

Eine Behandlung des Heuschnupfens besteht in der Meidung der Allergene (bei Pollenallergie allerdings kaum durchführbar), Behandlung der Symptome durch z.B. Nasensprays, Augentropfen, Allergietabletten oder -tropfen. Einen gewissen positiven Effekt soll auch die Akupunktur haben. Bei sehr starken Beschwerden könnte evtl. über eine spezifische Immuntherapie (= Hyposensibilisierung) durch den Arzt nachgedacht werden.

Einen möglichst beschwerdefreien Tag, trotz Sonne und Blütenpracht,

wünscht Ihnen Ihre Ulrike Sammereier

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