Nachdem für nächste Woche endlich der „Sommer“ vorhergesagt wird, möchte ich mich heute dem Thema „Sonnenbrand“ widmen, der vor allem zu Beginn der warmen Jahreszeit oft unterschätzt wird.
Unter „Sonnenbrand“ versteht man eine Verbrennung der Haut ersten bis zweiten Grades, die v.a. durch die UVB-Strahlen der Sonne verursacht wird. Innerhalb von 1-6 Stunden kommt es zu folgenden Symptomen: Rötung der Haut, Hitzegefühl, Schwellung, Juckreiz bis zu Schmerzen und gelegentlich Blasenbildung. Innerhalb von 3-7 Tagen bilden sich die Symptome zurück und die geschädigte Haut löst sich meist in Schuppen ab.
Bei großflächigem Sonnenbrand können sogar Fieber und Kopfschmerzen auftreten.
Ein oder gar mehrere Sonnenbrände im Alter bis zu 6 Jahren werden als wichtigster Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs (= malignes Melanom) angesehen. Deshalb sollte v.a. bei Kleinkindern immer auf einen ausreichend hohen Sonnenschutz durch entsprechende Cremes/Milch, Mütze, Kleidung etc. geachtet werden.
Ursache des Sonnenbrands ist einerseits die Schädigung der obersten Hautschichten durch die UVB-Strahlung, andererseits die Schädigung der tieferliegenden Kollagenschicht durch die UVA-Strahlen der Sonne. Es kommt zur Abnahme der Hautelastizität (Falten, braune Flecken) und evtl. zu DNA-Schäden bis hin zu Krebs.
Die Gefahr eines Sonnenbrands ist v.a. im Frühjahr und bei bestimmten, hellen Hauttypen am größten und kann durch entsprechende Sonnenschutzmittel (mit hohem UVA- und UVB-Filter) und deckende Kleidung verringert werden.
Aber Vorsicht: Fensterglas (Auto!) und gewöhnliche Textilien (z.B. auch Sonnenschirme) lassen einen Teil der UVB-Strahlung durch, Wasser und Sand reflektieren die Strahlung und verkürzen die Schutzzeit des Körpers!
Nach wenigen Wochen schützt sich die Haut selbst durch gesteigerte Pigmentierung mit Melanin und eine Verdickung der Hornschicht -> ein Schutz ist dann schon mit einem niedrigeren Lichtschutzfaktor gegeben.
Falls die Sonne Sie trotz aller Vorsicht „erwischt“ hat, helfen kühlende, feuchte Umschläge, Lotio alba oder antientzündliche Cremes oder Lotionen (z.B. Fenistil), eventuell sogar mit Kortison. Salben sind aufgrund ihres Fettgehalts ungeeignet. Brandblasen sollten wegen der Infektionsgefahr nicht geöffnet werden.
Vitamin C soll, wenn frühzeitig eingenommen, wegen seiner antioxidativen Wirkung sinnvoll sein und die Haut sollte für ca. 3 Wochen nicht mehr der Sonne ausgesetzt werden.

Übrigens: Auch manche Pflanzen (z.B. Äpfel, Weintrauben, …) können einen Sonnenbrand erleiden!
Einige Pflanzen schützen sich, indem sich der grüne Farbstoff Chlorophyll mit Karotinoid verbindet und die Energie durch die Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt. Die Bereiche um einen eventuellen „Brandfleck“ färben sich rötlich.

Nun viel Spaß in der Sonne und braun werden mit dem richtigen Sonnenschutz,

wünscht Ihnen Ihre Ulrike Sammereier

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